Beheizung

Um die Schnecken artgerecht zu halten ist ein Equipment von ein paar technischen Geräten nötig. Die Achatschnecken stammen aus tropischen Urwäldern. Somit ist es logisch, dass sie gewisse Temperaturen und Luftfeuchtigkeit brauchen, die man in unserem heimischen Klima nicht bieten kann. 

Als erstes benötigt man eine Wärmequelle. 
Möglichkeiten: 
Heizkabel, Heizmatten oder Heizlampen. Je nach Beckengröße, Raumtemperatur und Höchstemperatur errechnet man die Wattzahl, die benötigt wird.

Bei Heizlampen muss man darauf achten, dass ein großer Schutzkorb darüber ist, sodass die Schnecken nicht unmittelbar mit der Lampe in Berührung kommen können. Schnecken kommen überall hin. Sie könnten sich den Fuß an der heißen Lampe verbrennen. Außerdem heizen Lampen meist punktuell und die Wärme verteilt sich nicht so gut im ganzen Becken. Besser geeignet sind Heizkabel oder Heizmatten. Diese werden immer von AUSSEN am Becken angebracht, an der hinteren oder den Seitenscheiben. Wenn möglich nicht von unten heizen! Die Erde sollte kühl bleiben, da Schnecken sich auch zum abkühlen oftmals eingraben. Deshalb sollte auch die Heizquelle von außen so angebracht werden, dass sie erst oberhalb des Bodengrunds beginnt. 

Da die Kabel oder Matten im Inneren nicht so schön anzuschauen sind, wäre zu empfehlen, vorher eine Aquarium Hintergrundfolie anzubringen. Da gibt es sehr schöne Motive. Notwendig ist es natürlich nicht. Die Folie dient lediglich dem Auge und sieht einfach nur schöner aus. 

Von anderen Hintergrundwänden, die innen angebracht werden, wie z.B. Kork, 3D Styropor- oder Bauschaumwänden und Ähnlichem wird abgeraten, da sich diese nachteilig auf die Beheizung auswirken.

Ist die Heizung angebracht und angeschlossen sollte man diese dann noch isolieren. Geeignet hierfür sind Styroporplatten oder Korkplatten. Ein gut isoliertes Becken kann effektiver und sparsamer beheizt werden, denn man braucht dann weniger Leistung und beheizt nur das Becken und nicht die gesamte Umgebung, in der das Becken steht. Steht das Becken an einer Außenwand, die ja im Winter sehr viel kühler ist als eine Innenwand, wäre eine min. 4 cm dicke Isolierplatte zu empfehlen. An einer Innenwand darf es auch etwas weniger sein. 

Zur Heizquelle empfehlen wir einen Thermocontroller, der die Heizquelle (Tag/Nacht Temperatur) reguliert und steuert. Achatschnecken brauchen, je nach Art, Tagestemperaturen zwischen 24-28 Grad. Nachts um 2-3 Grad kühler. Da ist der Thermocontroller sehr hilfreich, da er die Temperatur kontrolliert und nach Bedarf die Heizmatten/Kabel dazu schaltet. 


Beckenstandort:
Das Becken sollte nicht in der Sonne stehen. Das Glas heizt sich zu sehr auf und schnell haben wir eine viel zu hohe Temperatur. Auch in der freien Natur sehen Schnecken kaum Sonne. Im Urwald haben die Tiere ein natürliches Dach aus Sträuchern, Blättern und Bäumen, dicht bewachsen, sie leben im Schatten. Auch sollte das Becken nicht unmittelbar an einem Ofen oder Kamin stehen. 


Wir möchten hier keine Empfehlung aussprechen, welche technischen Geräte von welchem Hersteller am besten sind. Bitte informiert Euch vor dem Kauf über Erfahrungsberichte, Kundenbewertungen oder über Testberichte vom TÜV oder der Verbraucherzentrale.