Verpaarung

Schnecken sind Zwitter. Das heißt, dass das Geschlechtsorgan sowohl männliche als auch weibliche Merkmale aufweist. Demnach sind 2 Schnecken in der Lage sich gegenseitig zu befruchten. Schnecken verpaaren sich oft und gerne. Der Geschlechtsakt passiert häufig und überall dort wo sich 2 willige Schnecken begegnen. Ob an der Scheibe senkrecht, im Futternapf, im Wasserbad oder auf Pflanzen.


Beim Geschlechtsakt gibt es 2 Möglichkeiten:
Die beidseitige Befruchtung:
Beide führen jeweils das männliche Geschlechtorgan in das weibliche der anderen ein.

oder die einseitige Befruchtung:
Nur eine der beiden führt das männliche Organ in das weibliche der anderen Schnecke ein.

Die einseitige Befruchtung findet meist dann statt, wenn eine der beiden bereits Eier trägt und nicht zur Befruchtung bereit ist. Sollte eine Schnecke alleine leben (was hoffentlich niemals der Fall sein wird) kann die Schnecke sich notfalls auch selbst befruchten. Also, es bringt absolut nichts, Schnecken alleine zu halten, um Nachwuchs zu verhindern. Es ist unvermeidlich.

Der Geschlechtsakt der Schnecken dauert mehrere Stunden. Danach putzen sie sich gründlich und befreien sich von Spermarückständen auf und im Haus und am Körper. Diese Verrenkungen beim putzen sehen sehr witzig und abenteuerlich aus, also keine Angst, die Schnecke ist nicht krank, sie putzt sich nur. Durch den Geschlechtsakt sind die Tiere meist erschöpft und gehen schlafen.

Nach einem Geschlechtakt muss es nicht unbedingt heißen, dass nach kurzer Zeit auch Eier folgen…eine Schnecke kann das Sperma bis zu einem Jahr speichern und erst dann Eier legen, wenn sie es für richtig hält. Das Geschlechtsorgan befindet sich auf der rechten Seite unterhalb des Kopfes auf dem Hals der Schnecke. Mit der Geschlechtsreife bekommt man dann an dieser Stelle eine Wölbung zu sehen. Viele Anfänger erschrecken bei diesem Anblick und befürchten irgend eine Krankheit oder Verletzung. Nur die Ruhe… Die Schnecken werden nur Teenager und das Geschlechtsorgan bildet sich aus.