Parasiten

„Glanzschnecken“
Glanzschnecken sind heimische Raubschnecken. Das heißt, sie ernähren sich von frischem Fleisch. Sie leben in unseren Wäldern, in denen die meisten von uns Gehölz, Laub und Moos für die Becken sammeln. Somit ist die Gefahr sehr groß, sich diese Glanzschnecke unwissentlich in das Becken zu holen. Wenn dies passiert und man es nicht rechtzeitig bemerkt, sind die Schnecken dem Tode geweiht. Sind sie erst mal ins Becken gelangt, werden sie in kürzester Zeit Eier legen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind, da die Glanzschnecke selbst schon recht klein ist. Junge Glanzschnecken passen ohne Weiteres in das Atemloch der Achatschnecken. Sie nisten sich dort ein und fressen die Organe der Schnecken, das zufolge natürlich den qualvollen Tod der Schnecke bedeutet.

Um dieses Unglück zu verhindern, muss man alles, was man aus der Natur oder im Wald sammelt, behandeln. Das heißt stark erhitzen oder wässern. Oft wird einfrieren empfohlen, aber da es heimische Schnecken sind, können sie problemlos Minusgrade bis -30 Grad gut überleben. Handelsübliche Gefriertruhen frieren bis -18, höchstens -20 Grad. Somit würde die Glanzschnecke und/oder ihre Eier überleben.

Der sicherste Weg ist, das Laub, Moos und Gehölz im Backofen zu erhitzen (backen ohne Umfuft). Bei einer Temperatur von 80-100 Grad für mindestens 20-30 Minuten backen. Danach ist das Laub und Moos sehr trocken und porös.

So manch großer Ast oder Rinde passt evtl. nicht in den Backofen. Dann legt man das Gehölz in die Badewanne und übergießt es mit kochend heißem Wasser, am besten aus den Wasserkocher. Man lasst die Badewanne mit richtig heißem Wasser voll laufen, so daß das Gehölz komplett unter Wasser ist. Am besten man beschwert es mit etwas, das es unter Wasser hält. Das Holz sollte mindestens 12h im Wasser verbleiben. Zwischendurch gegebenenfalls das abgekühlte Wasser ablassen und wieder heißes nachfüllen.

Die Materialien halten ja auch ein paar Monate und werden nicht so oft gewechselt, deswegen lohnt sich die Mühe.