Orientierung

Schnecken sind fast blind, sie erkennen Dinge erst ganz kurz davor. Sie erkennen hell und dunkel, also Tag/Nacht Rythmus und erkennen plötzliche Schatten. Schnecken sind taub, sie nehmen absolut keine Geräusche wahr. Allerdings können sie sehr leichte Vibrationen wahrnehmen – z.B. wenn andere Schnecken bereits am Futter sind und mit der Ratula ihr Futter raspeln, was wir, wenn wir sehr leise sind, sogar hören können. Anderen Schnecken bemerken durch die Vibrationen, dass dort bereits andere wach und am Futter sind und sich dann ebenso auf den Weg zur Futterstelle machen. Am meisten orientieren sie sich allerdings an Gerüchen und Schleimspuren.

Wie schon bei den Artenbeschreibungen erwähnt, sind Schnecken sehr soziale Tiere und sollten in Gruppen von mindestens 3 Tieren gehalten werden. Allerdings wäre die optimale Größe einer Gruppe zwischen 5 und 10 Schnecken, je nach dem wie groß das Becken ist. Da sie ja so soziale Tiere sind sollten sie sich auch in ihrem Becken oft begegnen und treffen. Natürlich möchte man den Schnecken so viel Platz wie möglich bieten, aber z.B. 3 Schnecken in einem 150x50cm Becken zu halten wäre zu wenig.

Schnecken haben einen guten Geruchssinn und finden sich gegenseitig, denn sie erkennen sich am Geruch und an der Schleimspur, die eine andere Schnecke hinterlassen hat. Wenn z.B. ein neuer Ast ins Becken kommt und vorerst gemieden wird und eine Schnecke mal mutig diesen neuen Ast erkundet, dann dauert es nicht lange bis die anderen dieser Schleimspur folgen und ebenfalls den neuen Ast erkunden. Sie orientieren sich sehr stark an den Schleimspuren die sie im Becken hinterlassen. Darum ist es auch nicht so sinnvoll die Erde oder andere Einrichtungsgegenstände komplett auszutauschen. Es ist auch sehr auffällig wenn man z.B. die Scheiben von innen putzt und von den Schleimspuren befreit, um die Schnecken besser zu sehen und beobachten zu können, daß sie schon nach kurzer Zeit, meist zu unserem Ärgernis, gleich wieder an den Scheiben unterwegs sind und sie wieder zuschleimen.

Unter anderem orientieren sich Schnecken auch nach dem Geruch, so finden sie ihr Futter. Es ist nicht nötig sie ans Futter zu setzen, sie finden es selbst. Wenn man ganz kleine Babys hat könnte man evtl. mehrere Futterstellen im Becken einrichten, damit sie schneller und sicher Futter finden. Bei Subadulten und Adulten Schnecken reicht eine Futterstelle völlig aus. Schnecken können sich auch die Stellen an denen es Futter gibt merken und kehren immer an diesen Ort zurück. Es ist also sinnvoll die Futterstelle immer an der selben Stelle einzurichten, genauso wie auch die Sepiaschalen. Auch können manche Schnecken Lieblingsschlafplätze haben, die sie immer wieder aufsuchen.