Häuschenschäden

Da Schnecken leidenschaftliche Kletterer sind, kommt es hin und wieder mal zu Stürzen von der Decke oder von Ästen.Wenn sie weich auf der Erde oder auf Moos landen ist es nicht weiter schlimm. Landet sie hingegen aber auf harten Gegenständen, Glasscheiben oder gar auf einer anderen Schnecke, zerbricht meist das Häuschen. Oft bricht „nur“ der Wachstumsrand. Diesen repariert die Schnecke in der Regel recht schnell, innerhalb weniger Tage und ohne großen Aufwand, selbst. In diesem Fall gibt man einfach eine zusätzliche Sepiaschale und/oder abgekochte zermörserte Eierschale mit ins Becken. Die Schnecke holt sich den Kalk, den sie benötigt, selbst.

Bitte NICHT zwangsfüttern indem man den Kalk übers Futter streut oder ähnliches. Kalk immer nur seperat anbieten.

Sollte die Verletzung größer sein, z.B. am Apex oder der Naht sein, ist die Lage schon ernster. Im Apex befinden sich sämtliche Organe der Schnecke. Es kommt ganz auf die Art der Verletzung an. Manchmal haben Schnecken eine gute Chance das Haus zu reparieren, wenn man ihnen ein bisschen Hilfe leistet indem man die betroffenen Stellen mit Tesa, Pflaster oder kniesiologischem Tape abklebt, damit sie innerlich nicht austrocknet. Besser hilft aber Heilerde. Die Heilerde fördert die Heilung der Bruchstelle. Ist der Bruch allerdings so schwerwiegend, dass Organe frei liegen, besteht die Gefahr, dass die Schnecke austrocknet. In diesem Fall sollte man abwägen, ob das Tier dann nicht besser von seinem Leiden erlöst werden sollte.