Ernährung

„Artgerechte Ernährung und Eiweiszufütterung“

Schnecken lieben frisches Gemüse, Salat und Obst. Sie sind gute und schnelle Fresser. Landwirte sind oft gezwungen die Schnecken zu bekämpfen, da sie sonst ganze Felder zunichte machen. Schnecken sind es aber auch gewohnt, welkes und bereits vergammeltes Futter zu fressen, da sie in der Nahrungskette mitunter die langsamsten sind und als letztes an der Futterstelle ankommen und sich mit den Resten begnügen müssen.

Im Becken ist das aber anders, man versorgen seine Tiere selbst und verwöhnt sie natürlich mit frischem Futter. Man darf den Schnecken ALLES an Obst und Gemüse anbieten was die Gemüsetheke, der Markt oder der eigene Garten so anbietet. Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomate, Fenchel, Sellerie, Kürbis, Süßkartoffel, Pilze, Zuckermais…etc.
Gurken fressen Schnecken sehr gerne, darf auch ab und an mal gegeben werden, allerdings besteht die Gurke zu 99% aus Wasser und enthält so gut wie fast keine Nährstoffe.


Für Obst gilt das Gleiche, ALLE Arten von Obst und Früchten dürfen angeboten werden, auch Zitrusfrüchte wie Orange, Mandarine etc.. Scharfes, wie Ingwer oder Peperoni fressen Schnecken auch. Die Schärfe macht ihnen nichts aus.


Auf Dosengemüse wie Bohnen, Erbsen, Mais usw. sollte man verzichten, da dies zu salz- und zuckerhaltig und somit schädlich für die Schnecken ist. Wie auch beim Menschen kann man natürlich auch bei der Schnecke auf Produkte aus der Tiefkühltheke zurückgreifen. Diese sollten natürlich naturbelassen und nicht gewürzt (z.B. Fertiggerichte) sein.


Kalk
Sehr wichtig ist die Kalkzufütterung. Kalk benötigt die Schnecke um stetig das Häuschen anbauen zu können. Meist bietet man den Kalk in Form von Sepiaschalen (Tintenfischknochen) an. Sepia kann man einfach mit ins Becken legen. Unter anderem kann man auch abgekochte Eierschale (mit Mörser zu Pulver zerkleinert) anbieten.


„Eiweiß Zufütterung“

Schnecken sind keine reinen Vegetarier, sie sind auch Aasfresser, das heißt, sie brauchen auch tierisches Eiweiß. Dies kann man in Form von
Gammerus, Mehlwürmern, Fischfutter, Grillen oder Bachflöhen (alles getrocknet) anbieten. Achtung! Nicht jede Art braucht gleichviel Eiweiß! Katzen- und Hundefutter oder ähnliches ist nicht geeignet, da diese Produkte zu viele Zusatzstoffe und Getreide enthalten.

  • „Lissachatina Fulica“
    Fulica brauchen eher wenig tierisches Eiweiß. Alle 2 Monate ein halber Kaffeelöffel pro Schnecke. Eine zu häufige Eiweiszufütterung bei der fulica kann zu Überproduktion der Eier führen, was mit der Zeit schlimm enden kann.
  • „Lissachatina Reticulata“
    Reticulata brauchen 1× im Monat einen halben Kaffeelöffel pro Tier.
  • „Archachatina Marginata Ovum“
    Ovums brauchen sehr viel Eiweiß. Ihnen sollte man einmal die Woche Eiweiß in Form von frischem Rinderhack, Hühnerherzen, Eintagsküken oder Mäuschen anbieten. (Eintagsküken und Mäuschen immer gefroren und dann aufgetaut.)
    Bei zu geringer Eiweißzufuhr kann es zum Eingeweide Vorfall (wofür besonders Archachatina Arten anfällig sind) führen, das auch in meisten Fällen einen tödlichen Verlauf hat.

„Sämereien“

Gerne dürfen wir alles säen was es gibt. Z.B. Goldhirse, Kresse, Blumensamen, Chia etc. Aussaaten wachsen nach ein paar Tagen aus dem Boden und werden meist sehr gerne noch als Keimlinge vertilgt, also darf man mit ruhigem Gewissen großzügig säen.

„Wichtig“

Schnecken aller Arten wissen selbst ganz genau, was ihnen bekommt und was nicht. Von daher wird es gefressen, oder eben nicht. Was der Schnecke nicht bekommt frisst sie nicht. Darum braucht man sich auch wegen der Bepflanzung der Becken keine Sorgen machen.