Bodenpolizei

Schnecken fressen hauptsächlich und reichlich alle Arten von Gemüse, Salat und Obst. Infolgedessen gibt es natürlich auch die Hinterlassenschaften (Kot) der Schnecken in den Becken. Da man das Erdreich in den Becken optimalerweise nicht auswechseln sollte (es sei denn es gibt ein größeres Problem), entsteht dadurch ein kleines Reinigungsproblem.

Ein richtig gutes Schneckenbecken lebt, es ist ein gut eingefahrenes, selbstständiges ökologisches System. Da man aber alles was man aus der Natur holt (Äste, Moos, Laub) behandeln muss, (im Ofen oder mit kochendem Wasser) um unerwünschte Parasiten, die den Schnecken schaden könnten, abzutöten, sterben so auch wichtige und nützliche Kleintiere, die dieses Ökosystem am Leben erhalten. Somit ist es unsere Pflicht, diese nützlichen Tierchen wieder einzusetzen und anzusiedeln.

Es gibt mittlerweile recht gute Züchter, die sich auf diese Kleinlebewesen spezialisiert und sensibilisiert haben, die man die „Bodenpolizei“ nennt. Diese Tierchen helfen bei der Reinigung, sie fressen den Kot sowie Futterreste der Schnecken.

Der perfekte Besatz im Becken ist:

ASSELN (tropische oder heimische),
die die Reinigungsarbeiten „AUF“ dem Bodengrund, Kork und Moos erledigen. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Größen. Sie können bis zu 2 cm groß werden. Achtung: Nicht alle Asselarten vertragen sich untereinander!

WEISSE ASSELN (wenige mm klein)
Sie erledigen die Reinigungsarbeiten „IM“ Boden. Sie halten sich wenige cm unter der Bodenoberfläche auf. Beseitigen Futterreste von unten und fressen den Schneckenkot der beim umgraben unter die Erde gelangt.

ROTE WÜRMER (nicht mit Regenwürmern zu verwechseln)
Diese Würmer halten sich etwas weiter unten in der Erde auf. Sie helfen, die Erde aufzulockern und das Ökosytem am laufen zu halten. Achtung: Vermehren sich sehr stark!)

SPRINGSCHWÄNZE
diese Tierchen kümmern sich um die anderen Oberflächen…z.B. Scheiben, Deckel, Schneckenhäuschen, sämtliche Deko im Becken…usw.

So bleiben nur noch die wirklich großen, offensichtlichen und unschönen Häufchen an der Scheibe mit einem Küchentuch zu entfernen. Je weniger man mit seinen Händen in den Becken herumhändelt, desto besser für das Ökosystem. Ausgenommen Futter reinlegen, Wasser wechseln und umgraben.



Auch wenn man sich vor diesem Kleingetier ekelt und lieber drauf verzichten würde… Es bringt leider nichts, diese Tiere sind enorm wichtig und man kommt da leider nicht drum herum. Denn wie schon gesagt, die Erde sollte nicht gewechselt werden, es wird höchstens frische Erde dazu gegeben, mehr nicht. Die Schnecken hinterlassen ihren Schleim, ihre Duftstoffe, so wie andere Tiere auch ihr Revier markieren. Sie orientieren sich danach. Wird die Erde gewechselt sind die Schnecken orientierungslos und fangen von vorne an, diese Veränderung bedeutet Stress für die Tiere…sie denken sie sind in einer neuen Umgebung….gibt es da Feinde? Sind wir da sicher? Sie befinden sich nicht mehr in ihrem sicheren Zuhause.

Also gebt Euch einen Ruck, überwindet Euren Ekel und tut das Beste für die Schneckies. 😉