Bodengrund

„Erde“
Das beste Bodenmaterial die Schnecken ist ganz normale torffreie Blumenerde. Oft wird im Tierfachhandel Kokosziegel, Kokoshumus oder spezielle Terrarienerde empfohlen und angeboten. Optimal ist dieses Substrat jedoch nicht. Kokoshumus ist totes Material, es enthält keinerlei Nährstoffe. Schnecken fressen Erde, dies ist auch wichtig für die Verdauung. Erde enthält Mineralien und wichtige Nährstoffe, die die Schnecke braucht. Kokoshumus hingegen ist für die Schnecke sehr schwer zu verdauen und kann sogar einen Darmverschluß verursachen.
Dieser Humus ist sehr rau und lässt das Häuschen schneller verwittern.

Die Schnecken sind am besten mit ganz normaler Erde optimal versorgt. Ob Blumenerde, Saaterde, Komposterde ect. ist völlig egal. Gerne wird Bioerde genommen, da in ihr schon die benötigten Kleinlebewesen wie z.B. Springschwänze und Rotwürmer enthalten sind.

Wünschenswert wäre torffreie Erde. Zum ersten wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, die Moorgebiete zu schützen und eine Ausrottung zu verhindern. Zum zweiten neigt Torferde schnell dazu zu versumpfen. Wenn man das nicht wieder trocken bekommt, bleibt nur ein kompletter Wechsel übrig. Das wiederum bedeutet Stress für die Schnecken.

„Kalk“
Naturkalk neutralisiert Säuren im Boden und hebt damit den pH-Wert an. Zugleich liefert er die Hauptnährstoffe Calcium und gegebenenfalls Magnesium.

Beim Kauf von Kalk ist unbedingt darauf zu achten, daß die Bezeichnung CaCo³ aufgeführt ist. Das ist der Naturkalk. CalciumCarbonat, die “ 3 “ ist wichtig. Vom Kauf von Kalk, der eine andere oder gar keine Bezeichnung hat sollte man absehen.

„Mischverhältnis“
Es gibt keine exakten Angaben wieviel Kalk unter wieviel Erde gemischt wird. Aber lieber zu viel als zu wenig Kalk. Beispiel zur Orientierung: 50l Erde und etwa 4-6 kg Kalk. Das Ganze in trockenem Zustand im Becken gut vermischen und danach Wasser zugeben falls die Erde nicht schon feucht genug ist.

Der Bodengrund sollte so hoch sein, dass sich die Schnecke senkrecht vollständig eingraben kann. Die Schnecke gräbt sich nicht nur zur Eiablage ein, sondern auch um sich abzukühlen oder für ein längeres Schläfchen, das zum Wachstum des Häuschens wichtig ist. Ab und zu muss man Erde und Kalk in den Becken nachfüllen, da die Schnecken die Erde fressen und man beim Beseitigen der Gelege auch reichlich Bodenmaterial mit entfernt.