Beckenbesatz

Die wohl wichtigste und am meisten gestellte Frage ist:
Wie viele Schnecken kann man in welcher Beckengröße halten?

Dies hängt natürlich erst mal von der Frage ab, welche Schneckenart man halten möchte.

Hier gehen wir jetzt mal auf die am häufigsten gehaltenen 3 Arten ein.
„Lissachatina Fulica“
„Lissachatina Reticulata“
Archachatina Marginata Ovum“

Die erste Regel, die für ALLE Arten gilt, ist:
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! Je mehr Platz, desto besser !
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Die zweite Regel, die ebenfalls für ALLE Arten gilt, ist:
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! Schnecken sollte man immer !
! in einer Gruppe von

! MINDESTENS 3 Tieren halten. !

2 Tiere sind ein Paar, erst ab 3 Tieren ist es eine Gruppe. Da Schnecken sehr soziale Tiere sind und auch in ihrem natürlichen Lebensraum in größeren Gruppen leben, ist es für die artgerechte Haltung unabdingbar, sie in einer Gruppengröße von mindestens 3 Tieren zu halten. Je mehr Tiere man halten möchte, desto mehr Platz brauchen sie. Werden Schnecken in zu kleinen Becken gehalten oder ein Becken ist überfüllt, setzt der sogenannte Crowding-Effekt ein.

Der Crowding-Effekt bzw. Überfülleffekt beschreibt einen ökologischen, innerartlichen Regulierungseffekt, der zur Selbstbegrenzung führt.

Das bedeutet, dass die Schnecken ihr Wachstum und ihre Entwicklung einstellen oder stark verlangsamen. Dies kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Oft muss man diese Schnecken dann von ihrem Leid erlösen. Darum ist es sehr wichtig, ihnen soviel Raum wie möglich zur Verfügung zu stellen. Eine Schnecke wächst ihr Leben lang. Im adulten Alter zwar etwas langsamer und nicht mehr so sichtbar wie bei Jungtieren, aber sie wächst und entwickelt sich stetig.

Um die Größe des Beckens zu errechnen, kommt es zunächst auf die Grundfläche an. Das Volumen ist vorerst zweitrangig. Also Länge x Breite ist in erster Linie wichtig.

„Lissachatina Fulica“

Für die Fulica gilt die Faustregel :
„0,1 qm pro Schnecke ist Minimum“
Dies bedeutet für 3 bis maximal 5 Fulica eine Beckengröße von mindestens LxB 1,00m x 0,50m = 0,5 qm.
Beispiel:
Becken ist 1,20m x 0,60m = 0,72 qm
also 7 Schnecken maximal.

Das Volumen:
Das Volumen des Beckens sollte man ausnutzen. Es ist nicht schwierig mit einfachen Materialien so etwas wie eine zweite Ebene einzubauen. Die Schnecken nehmen das sehr gerne an und verteilen sich mehr im Becken. Dadurch ist es dann auch möglich 1-2 Schnecken, ZUR NOT, auch mal mehr halten zu können.

Die Höhe sollte mindestens 50cm (da man schon mindestens 10-15 cm Bodengrund hat) und höchstens 70 cm (um die Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes zu minimieren) betragen.

„Lissachatina Reticulata“

Für die Reticulata gilt die Faustregel:
„0,2 qm pro Schnecke ist Minimum“
Dies bedeutet für 3 Reticulata
eine Beckengröße von mindestens LxB
1,20m x 0,50m = 0,6 qm
Beispiel:
Becken ist 1,50m x 0,60m = 0,9 qm
also 4-5 Schnecken maximal.

Das Volumen:
siehe Fulica

„Archachatina Marginata Ovum“

Für Ovum Nachzuchten gilt die gleiche Faustregel wie bei der Reticulate.

Für Ovum Wildfänge gilt die Faustregel:
„0,25 qm pro Schnecke Minimum“
Dies bedeutet für 3 Ovum Wildfänge
Eine Beckengröße von mindestens LxB
1,20m x 0,60m = 0,72 qm
für 3 Tiere hart an der Grenze.
Beispiel:
Becken ist 1,60m x 0,60m = 0,96 qm
also für 4 Schnecken maximal.

Das Volumen:
Bei Ovum Wildfängen darf das Volumen auch gerne ein wenig mehr sein, als oben beschrieben, da die Ovum recht groß ist und wir dafür auch mehr Bodengrund brauchen. Aber 70cm Höhe sind ausreichend.



Da man aber auch Platz für Badeschale, Korkröhren, Äste, Deko ect. braucht und diese Dinge auch Platz auf der Grundfläche einnehmen, sollten man ruhig mit etwas mehr Platz rechnen.